Sekundärliteratur
LITERATURVERLAG DROSCHL



DOSSIER – Die Reihe über österreichische Autoren

Jeder Band ist einer Persönlichkeit des literarischen Lebens gewidmet und
enthält Beiträge zu Leben, Werk und Rezeption.
Dazu kommen aktuelle Analysen, Kritiken und Essays
zu zentralen Aspekten des Werkes sowie eine vollständige Bibliographie.




DOSSIER 1 Alfred Kolleritsch
Herausgegeben von Kurt Bartsch und Gerhard Melzer

mit Beiträgen von:
Riki Winter:Ich mag mich nicht fortstehlen... (Gespräch mit A. K.)
Manfred Mixner: Die Zeit ist das Ende der Wahrheit. Notizen zur Prosa von A. K.
Gerhard Melzer: Im Zeichen des Schlosses. Versuch über den Roman Die Pfirsichtöter von A. K.
Rüdiger Wischenbart: Ein Bild fürs Leben. Die vieldeutige und die eindeutige Grüne Seite von A. K.
Kurt Bartsch: Das Ende der Wahrheit oder Erziehung zu Ideologieskepsis. Einige Gedanken zu A. K.s Erzählprosa
Helmut Heißenbüttel: ... im Vertrauen, daß der Leser weiterdenkt. Zu A. K.s Gedichten Im Vorfeld der Augen
Peter Strasser: Es gibt Tage, an denen die Dinge die Namen der Dinge sind. Mutmaßung über ein Gedicht von A. K.
Norbert Mayer: Die trügerische Welt der Wahrnehmung. Zu A. K.s Gedichtband Absturz ins Glück
Franz Weinzettl:Daten zu A. K.s Leben und Werk (Vita)
Franz Weinzettl:Bibliographie A. K.

Bestellung Erstausgabe 1991
199 Seiten
ISBN 3-85420-204-0
€ 15,50-

DOSSIER 2 Elfriede Jelinek
Herausgegeben von Kurt Bartsch und Günther A. Höfler

mit Beiträgen von:
Riki Winter: Gespräch mit E. J.
Yvonne Spielmann: Ein unerhörtes Sprachlabor. Feministische Aspekte im Werk von E. J.
Yasmin Hoffmann: "Hier lacht sich die Sprache selbst aus". Sprachsatire - Sprachspiele bei E. J.
Konstanze Fliedl: "Echt sind nur wir!" Realismus und Satire bei E. J.
Karl Wagner: Österreich - eine S(t)imulation. Zu E. J.s Österreich-Kritik
Sybille Späth: Im Anfang war das Medium... Medien- und Sprachkritik in E. J.s frühen Prosatexten
Margarete Kohlenbach: Montage und Mimikry. Zu E. J.s Wolken.Heim.
Günther A. Höfler: Vergrößerungsspiegel und Objektiv. Zur Fokussierung der Sexualität bei E. J.
Kurt Bartsch: "Denn die Liebe ist die Fortführung des Krieges mit anderen Mitteln". Zu E. J.s Filmbuch Malina
Elisabeth Spanlang: Ein Strindberg-Stück ist eine Operette dagegen. Anmerkungen zu einer ungewöhnlichen Biographie (Vita)
Elisabeth Spanlang: Bibliographie E. J.

Bestellung Erstausgabe 1991
315 Seiten
ISBN 3-85420-218-0
€ 19,00-

DOSSIER 3 H. C. Artmann
Herausgegeben von Gerhard Fuchs und Rüdiger Wischenbart

mit Beiträgen von:
Michael Krüger: Wer es versteht, der versteht es (Gespräch mit H. C. A.)
F. Achleitner, G. Rühm, O. Wiener: XOGT, GSOGGT oder GSOKT? (Gespräch mit H. C. A.)
Friedrich Achleitner: "wir haben den dialekt für die moderne dichtung entdeckt..."
Egon Schwarz: "nua ka schmoez ned..."
Melitta Becker: Philander contra Laertes? Geschichten und Legenden um H. C. A. und die Wiener Dichtergruppe(n)
Jacques Lajarrige: Grundzüge der transponierten Kannibalistik. Ein Querschnitt durch das Werk H. C. A.s
Klaus Reichert: Poetik des Einfalls. Zur Prosa H. C. A.s
Max Blaeulich: H. C. A. - Gruß nach vorn
Brita Steinwendtner: mein herz ist das lächelnde kleid eines nie erratenen gedankens. Zu H. C. A.
Jutta Zniva: Biographie (Vita)
Jutta Zniva: Bibliographie H. C. A.

Bestellung Erstausgabe 1992
291 Seiten
ISBN 3-85420-233-4
€ 23,00-

DOSSIER 4 Barbara Frischmuth
Herausgegeben von Kurt Bartsch

mit Beiträgen von:
Riki Winter: Gespräch mit B. F.
Erika Tunner: Plädoyer für die assoziative Nicht-Methode über und zur Literatur zu reden
Margret Brügmann: Traumtänzerin mit Fangnetz. Formen weiblicher Ästhetik bei B. F.
Ingrid Spörk: Vom Imaginären zum Realen. Über Märchen und Mythen bei B. F.
Georg Pichler: "Seltsam, daß es mir so wenig ausmacht, nicht anzukommen". Heimat und Fremde bei B. F.
Paul Michael Lützeler: B. F.s Demeter-Trilogie. Mythologische Finde-Spiele in der postmodernen Literatur
Riki Winter: Zur Kinderliteratur von B. F.
Hans Haider: B. F., eine Biographie (Vita)
Maria Renhardt: Bibliographie B. F.

Bestellung Erstausgabe 1992
223 Seiten
ISBN 3-85420-301-2
€ 23,00-

DOSSIER 5 Ilse Aichinger
Herausgegeben von Kurt Bartsch und Gerhard Melzer

mit Beiträgen von:
Brita Steinwendtner: Ein paar Fragen in Briefen - Gespräch mit I. A.
Dagmar C. G. Lorenz: Männlichkeits- und Weiblichkeitskonstruktionen bei I. A.
Eleonore Frey: I. A.: ihr Spielraum
Neva Šlibar: "Definieren grenzt an Unterhöhlen". Ambiguisierte Paradoxie in I. A.s Gedichten. (Zdenko Škreb zugeeignet in dankbarem Gedenken)
Klaus Hoffer: Der Beginn der Aktion (für I. A.)
Rainer Schönhaar: Der Erzählwelt Schweigen abfordern. I. A.s Prosaminiaturen seit dem Band Eliza Eliza
Brita Steinwendtner: Sammle den Untergang. Zu I. A.s Kurzprosaband Schlechte Wörter
Heinz F. Schafroth: Diese Meisterin der Wortwörtlichkeit. Zu einem "neuen" Text von I. A.
Richard Reichensberger: Orte. Zur Biographie einer Familie
Ingrid Gomboz: Bibliographie I. A.

Bestellung Erstausgabe 1993
294 Seiten
ISBN 3-85420-350-0
€ 23,00-

DOSSIER extra Peter Handke
Herausgegeben von Gerhard Fuchs und Gerhard Melzer

mit Beiträgen von:
Alfred Kolleritsch: Nebenwege
Walter H. Sokel: Das Apokalyptische und dessen Vermeidung. Zum Zeitbegriff im Erzählwerk P. H.s
Gerhard Melzer: Das erschriebene Paradies. Kindheit als poetische Daseinsform im Werk P. H.s
Peter Pütz: Handke und Nietzsche: "Kein Marterbild mehr malen"
Erika Tunner: Wenn einer spazierengeht von Paris nach Paris
Adolf Haslinger: "Achtung, Hornissen!" Zu P. H.s früher Prosa
Gerhard Fuchs: Sehnsucht nach einer heilen Welt. Zu einer "Schreib-Bewegung" in den späteren Prosatexten P. H.s
Samuel Moser: Das Glück des Erzählens ist das Erzählen des Glücks. P. H.s Versuche
Karin Kathrein: Die herbe Lust, kein Wiederholungstäter zu sein. Einige Überlegungen zur Rezeption von P. H.s Bühnenwerken der achtziger Jahre.
Herbert Gamper: Stellvertreter des Allgemeinen? Über Die Unvernünftigen sterben aus und das Erzählprogramm von Die Wiederholung
Karl Wagner: Ohne Warum. P. H.s Spiel vom Fragen
Fabian Hafner: Expeditionen ins Neunte Land. Slowenien und die Slowenen im Werk P. H.s
Ilma Rakusa: Wiederdichten. P. H. als Übersetzer

Bestellung Erstausgabe 1993
247 Seiten
ISBN 3-85420-337-3
€ 23,00-

DOSSIER 6 Peter Rosei
Herausgegeben von Gerhard Fuchs und Günther A. Höfler

mit Beiträgen von:
Günter Eichberger: Das Leben - ein Energiefluß. Ein Gespräch mit P. R.
Peter Ensberg: "Einfach unterwegs sein". Zur Wahrnehmungsproblematik und zum Problematischen der Wahrnehmung bei P. R.
Georg Pichler: Nomaden sind komplizierte Leute. Statische und dynamische Elemente im Werk P. R.s
Daniela Bartens: Stadt ist, wo noch keiner war. Stadt und städtische Strukturen im Werk P. R.s
Thomas M. Obermayr: Zu P. R.s 15000 Seelen-Projekt
Johann Holzner: Das doppelte Antlitz der Icheinsamkeit. Über P. R.s Lyrikbände
Ingrid Traversa: Strategie der Fragezeichen. Multiperspektivisches Erzählen in Michael Hanekes Verfilmung von Wer war Edgar Allan?
Gerda Elisabeth Moser: Zu P. R.s Männerfiguren und ihrem Verhältnis zu den Frauen. Mit einer kritischen Nachbemerkung zur Poetologie des Autors
Marianne Baltl: "... ständig unterwegs, die Möglichkeiten auszuloten". P. R. - eine Biographie (Vita)
FWF-Projekt "Grazer Gruppe": Bibliographie P. R.

Bestellung Erstausgabe 1994
433 Seiten
ISBN 3-85420-376-4
€ 23,00-

DOSSIER 7 Wolfgang Bauer
Herausgegeben von Walter Grond und Gerhard Melzer

mit Beiträgen von:
Walter Grond: Ein Gesamtkunstwerk ohne dessen Plan. W. B. im Gespräch
Martin Esslin: Die umgestülpte Wirklichkeit. Innere und äußere Wirklichkeit in einigen Dramen W. B.s
Herbert Gamper: Das insularische Leben, das ein Gott führen muß. Figur und Instanz des Dichters in vorwiegend neueren Stücken W. B.s
Gerhard Fuchs: W. B. - ein Satiriker?
Diedrich Diederichsen: Legitimität und Illegalität - Avantgarde und Menschenopfer
Joachim Klement: W. B.s Das Lächeln des Brian de Palma
Wendelin Schmidt-Dengler: "Der Österreicher schmeckt sich selbst am Besten". Organisches und Anorganisches zur essayistischen Prosa W. B.s
Jörg Drews: Der Kalauer ist der Witz des Plastikzeitalters. Zu den Gedichten W. B.s
Gerhard Melzer: Im Zwielicht des Scheins. Zu W. B.s Arbeiten für Film und Fernsehen.
Paul Pechmann: Zum Leben des Schritstellers W. B. (Vita)
FWF-Projekt "Grazer Gruppe": Bibliographie W. B.

Bestellung Erstausgabe 1994
362 Seiten
ISBN 3-85420-377-2
€ 23,00-

DOSSIER 8 Albert Drach
Herausgegeben von Gerhard Fuchs und Günther A. Höfler

mit Beiträgen von:
Wendelin Schmidt-Dengler: Wider die verzuckerten Helden. Ein Gespräch mit A. D.
André Fischer: "Der Zynismus ist ein Anwendungsfall der Ironie". Zum Humor bei A. D.
Bernhard Fetz: Das Opfer im Zerrspiegel. Zu A. D.s autobiographischen Texten
Gerhard Fuchs: Männer, Mütter, Mädel. Die Funktionalisierung des Weiblichen bei A. D.
Reinhard Schulte: A. D.s Stücke
Matthias Settele: Nach den Gesetzen geschlachtet. Recht und Gerechtigkeit bei A. D.
Günther A. Höfler: "Wenn einer ein Jud ist, ist das Schuld genug". Aspekte des Jüdischen im Werk A. D.s
Sonja Vikas: Der Außenseiter A. D.
Eva Schobel: A. D. - Ein lebenslanger Versuch zu überleben (Vita)
Eva Schobel: Bibliographie A. D.

Bestellung Erstausgabe 1995
411 Seiten
ISBN 3-85420-406-X
€ 31,00-

DOSSIER 9 Gerhard Roth
Herausgegeben von Marianne Baltl und Christian Ehetreiber

mit Beiträgen von:
Georg Pichler: Von der Sehnsucht, die Identität zu wechseln. Zum Beziehungsgeflecht zwischen der Biographie und dem Werk G. R.s - ein Gespräch
Peter Laemmle: Die Tiefe liegt außen. Ein paar allgemeine und ein paar grundsätzliche Bemerkungen zum Werk G. R.s
Manfred Mixner: Die Bewußtseins-Krise des Individuums. Über die Verwerfungen der sinnlichen Repräsentation von Wirklichkeit in G. R.s Frühwerk
Jürgen Koppensteiner: Paradies, Tristesse, alltäglicher Wahnsinn. Zu den Amerika-Romanen G. R.s
Peter Ensberg: Aggression und Selbstdestruktion. Zu einer Beziehung in G. R.s Eine Entenjagd
Uwe Schütte: Die dunkle Seite der Vernunft. G. R.s Erinnerungen an die Menschheit
Christian Ehetreiber: "Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich". Zu den politischen Stellungnahmen G. R.s
Helga Schreckenberger: "Man sieht an den Tieren immer die Grausamkeit des Menschen". Die paradigmatische Funktion der Geschichte der Tierheit in G. R.s Die Archive des Schweigens
Monika Muskala: Der Wahnsinn der Vernunft. Zum Zyklus Die Archive des Schweigens
Robert Weichinger: Die Spirale der Gewalt. Zu Photographie und Filmarbeit von G. R.
Marianne Baltl: Die Inspiration der Bilder. Zur Biographie G. R.s (Vita)
FWF-Projekt "Grazer Gruppe": Bibliographie G. R.

Bestellung Erstausgabe 1995
425 Seiten
ISBN 3-85420-407-8
€ 31,00-

DOSSIER 10 Raoul Hausmann
Herausgegeben von Kurt Bartsch und Adelheid Koch

mit Beiträgen von:
Anne Clancier, Claude Viallat: "Ich spreche nicht von mir" (Gespräch mit R. H.)
Karl Riha: fmsbwtözäu / pggiv - ...? mü. R. H.s optophonetische Poesie
Hermann Korte: Ebert, Puffke und das "Kabarett zum Menschen". R. H.s Satiren 1918 - 1921
Eva Züchner: Dandy und Tänzer. Ein Spiel der Gegensätze in R. H.s Antiroman Hyle
Adelheid Koch: "zählungen fälle dichte". Einführung in unveröffentlichte Buchprojekte R. H.s
Günther A. Höfler: "... nichts niemalen erkennbar". Ein epistemologischer Nomade auf der Reise von DAfort nach HierDA. Zum Umbruch-Typoskript
Maria Renhardt: Im Zeitalter des Wassermanns - das hagiographische Erbe des neuen Menschen. Betrachtungen zu den mythologischen Schriften R. H.s
Kurt Bartsch: "DADA ist immer DA". Einige Anmerkungen zum späten R. H.
Barbara Lindlar: "Der modernste Mann im Lande". Biographie des "Dadasophen" R. H. (Vita)
Adelheid Koch, Maria Renhardt: Bibliographie R. H.
Adelheid Koch: Das "Mappengrab". Übersicht über den literarischen Nachlaß R. H.s, Musée départemental de Rochechouart

Bestellung Erstausgabe 1996
419 Seiten
ISBN 3-85420-433-7
ÖS 31,00-

DOSSIER 11 Gert Jonke
Herausgegeben von Daniela Bartens und Paul Pechmann

mit Beiträgen von:
Günter Eichberger: Die Phantasie als Sinnesorgan. G. J.s. Antworten auf nicht gestellte Fragen: Eine Mitschrift (Gespräch mit G. J.)
Thomas Rothschild: Identifikationsverbot. Zu. G. F. J.s erstem Buch Geometrischer Heimatroman
Bettina Rabelhofer: Haut, zerstochen von Buchstäblichkeit. Zur fiktionalen Konstruiertheit von Welt und Subjekt in G. J.s Erzählung Erwachen zum großen Schlafkrieg
Herbert Gamper: "Lebensnotwendigste Utopien". Die vergebliche Suche von G. J.s Protagonisten nach der Möglichkeit, sie selbst zu sein
Stefan Schwar: Text als Klangkörper: Zur Musik im Werk G. J.s
Arnulf Knafl: "... denn es muß ja nicht immer das Ziel sein, wohin man will". Vier romantische Wegmarken in G. J.s Romantrilogie
Klaus Nüchtern: "Zusammenhacken und einheizen". Über antipianistische Aggression in G. J.s Opus 111
Manfred Mixner: "Die Gesänge der Luft". G. J.s Hörspiele
Willi Hengstler: Nicht Lumière, nicht Méliès. Anmerkungen zu G. J.s Film Geblendeter Augenblick
Arno Russegger: Die Elemente des Lebens bei G. J. (Vita)
FWF-Projekt: "Die internationale Rezeption der Grazer Gruppe" (Bibliographie G. J.)

Bestellung Erstausgabe 1996
398 Seiten
ISBN 3-85420-434-5
€ 31,00-

DOSSIER extra Elfriede Jelinek – Die internationale Rezeption
Herausgegeben von Daniela Bartens und Paul Pechmann

mit Beiträgen von:
Gerhard Fuchs, Elfriede Jelinek: "Man steigt vorne hinein und hinten kommt man faschiert und in eine Wursthaut gefüllt wieder raus". Ein E-Mail-Austausch
Daniela Bartens: Vom Verschwinden des Textes in der Rezeption. Die internationale Rezeptionsgeschichte von E. J.s Werk
Luigi Reitani: Im Anfang war die Lust... Zur Rezeption E. J.s in Italien
Georg Pichler: Die Rezeption E. J.s in Spanien
Nathalie Reinberger: Die Rezeption E. J.s in Frankreich
Yasmin Hoffmann: Die französischen Jelinek-Übersetzungen: ein Beitrag zur Abschaffung der cartesianischen Logik
Inge Arteel: Die Rezeption E. J.s in den Niederlanden und in Flandern
Allyson Fiddler: Zur Rezeption E. J.s in Großbritannien - oder: Was geschah, nachdem die Briten E. J. gelesen hatten
Martin Chalmers: In Zungen sprechen. Über die Mühen des Übersetzers, E. J. auf englisch gerecht zu werden
Jacqueline Vansant: Die Rezeption E. J.s in den USA
Olga Neuwirth: Über die Faszination der Texte E. J.s für eine/n Komponistin/en und über die Schwierigkeiten einer Realisierung von Partituren mit Texten E. J.s
Marlies Janz: "Die Geschichte hat sich nach 45 entschlossen, noch einmal ganz von vorne zu beginnen..." E. J.s Destruktion des Mythos historischer 'Unschuld'
Eva Meyer: Rezitation und Emigration
Marlene Streeruwitz: 3000 Jahre Sachertorte. Oder: Darf's ein bisserl mehr sein?"
Elfriede Jelinek: Sinn egal. Körper zwecklos
Ralf B. Korte: Gespräch mit E. J.
FWF-Projekt "Grazer Gruppe": Bibliographie zur internationalen Rezeption E. J.s

Bestellung Erstausgabe 1997
347 Seiten
ISBN 3-85420-452-3
€ 31,00-

DOSSIER 12 Hans Lebert
Herausgegeben von Gerhard Fuchs und Günther A. Höfler

mit Beiträgen von:
Barbara Dobrick: "Bei dem zweiten habe ich nicht mehr gelacht..." Gespräch mit H. L.
Karl Müller: "Ein neuer Gegenstand, ganz erneuert durch die Sicht". Zur Prosa H. L.s
Theresia Klugsberger: Die Konstruktion eines Universums. H. L.s polyphone Konzeption und ihre Realisierung im Text
Karl Wagner: Das Gespenstische der Vergangenheit. H. L.s grausliche Metaphorik
Daniela Strigl: Worüber kein Gras wächst. H. L.s politische Lektion
Claudia Aigner: H. L.s Romane: Wie man Wagner als Nazijäger einspannt
Jürgen Egyptien: Sexualität und Weltvernichtung. Zur poetischen Funktion des skatologisch-sexuellen Komplexes in H. L.s Werk
Georg Pichler: "Straussens Wiege und die Sachertorte sind in der Tat nicht mehr das, was sie einmal waren". Zur Rezeption von H. L. in Spanien
Franz Zeder: H. L. - eine biographische Skizze (Vita)
Theresia Klugsberger: Bibliographie H. L.

Bestellung Erstausgabe 1997
387 Seiten
ISBN 3-85420-470-1
€ 31,00-

DOSSIER extra Klaus Hoffer
von Madeleine Napetschnig

Im Gegensatz zum Œuvre mancher Weggefährten aus der Zeit der Grazer Gruppe nimmt sich das Werk des Grazer Schriftstellers Klaus Hoffer nahezu verschwindend aus. Weil sich ihm, wie er immer wieder behauptet, das Schreiben »hartnäckig verweigert«, existieren bislang nicht viel mehr Zeugnisse als der Roman Bei den Bieresch, die Erzählung Am Magnetberg, einige literaturtheoretische Arbeiten und in den »manuskripten« veröffentlichte Romanfrag-mente.
Allerdings hat Klaus Hoffer mit dem Bieresch-Roman, dessen erster Teil Halbwegs 1979 herauskam und dem vier Jahre später der zweite Teil Der große Potlatsch nachfolgte, den Lesern einen Klassiker zu Lebzeiten beschert. Urs Widmer behauptete 1993 in der »manuskripte«-Preisrede für seinen Kollegen wahrscheinlich zu Recht, Hoffer habe mit den Bieresch eines der Bücher geschrieben, »die später einmal aus dem Staub des Jahrhunderts herausragen werden«. Dieses Lob trifft auch den Nerv der Literaturkritik, die Hoffers Erzählung über die wuchernde Geisteswelt einer in der Provinz abgeschieden lebenden »abstrusen Ethnie« – eben der Bieresch – ausnahmslos mit Begeisterung aufnahm. Hanns Josef Ortheil etwa zählt den außergewöhnlichen, weil geistreichen und zugleich skurrilen Roman neben Wolfgang Hildesheimers Marbot und Gerold Späths Commedia zu den »drei Meisterwerken postmoderner Haltung« innerhalb der deutschsprachigen Literatur. Auffallend wenige literaturwissenschaftliche Arbeiten wagten sich über Hoffers rätselvollen Text, nicht zuletzt, weil viele erahnten, daß es die Kapazitäten eines einzelnen übersteigt, in der labyrinthischen Anlage des Romans und in der Fülle der darin verarbeiteten Texte, Diskurse und Mythen auch nur einem Teil der Fährten nachzugehen, die Hoffer so geschickt gelegt hat.
Daher beschränkt sich auch vorliegendes DOSSIER extra auf wenige Themen und Motive; es untersucht Hoffers Text-Methoden intertextuell und dekonstruktivistisch unter Berücksichtigung geographischer, sozialhistorischer, ethno-graphischer und volkskundlicher Vorgaben.
Das Vorwort stammt von Klaus Hoffer selbst.

Bestellung Erstausgabe 1998
197 Seiten
ISBN 3-85420-486-8
€ 31,00-

DOSSIER 13 Josef Winkler
Herausgegeben von Günther A. Höfler und Gerhard Melzer

mit Beiträgen von:
Ernst Grohotolsky: Wo einem ein Kopf in den Satz schießt oder: Wieder dasselbe Thema aber wieder ganz anders
Dirk Linck: Blasphemische Erweckungen
Franz Haas: Ketzergebete oder: J. W.s poetologische Herbergsuche
Richard Reichensperger: Zu einer Sprache des Schmerzes: J. W.
Friedbert Aspetsberger: Temporäre Grenzüberschreitungen. Zum Wandel der Geschlechtpositionen in den Romanen J. W.s
Antonio Fian: Experten des Überlebens. Zu J. W.s Roman Wenn es soweit ist
Klaus Amann: J. W. Allerheiligenhistoriker, Karfreitagspsychologe, Christihimmelfahrtsphilosoph, Mariaempfängnisneurotiker.
Eine biographisch-dokumentarische Skizze (Vita)
Roman Jobstmann: Bibliographie J. W.

Bestellung Erstausgabe 1998
248 Seiten
ISBN 3-85420-514-7
€ 31,00-

DOSSIER 14 Friederike Mayröcker
Herausgegeben von Gerhard Melzer und Stefan Schwar

mit Beiträgen von:
Dieter Sperl:»Ich will natürlich immer schreiben«. (Gespräch mit F. M.)
Klaus Kastberger:Punkt und Fläche. F. M.s Prosa aus werkgeschichtlicher Sicht
Helga Kasper: F. M.s »verwegenes action-writing«.
Barbara Thums: Metamorphosen von Leib und Seele. Die Schreibexerzitien F. M.s in Die Abschiede, mein Herz mein Zimmer mein Name und Stilleben
Monika Pauler: Die Erfindung der Trennung in F. M.s Hörspiel dein Wort ist meines Fuszes Leuchte. Hypomnemata zur literarischen Konstruktion von Bewußtsein
Marcel Beyer:Übergänge zum Mannesalter in Arbeiten F. M.s
Bernhard Fetz: »Ich denke in langsamen Blitzen«.
F. M.: Ein Schreibleben (Vita)
Marcel Beyer, Stefan Schwar: Auswahlbibliographie F. M.s

Bestellung Erstausgabe 1999
304 Seiten
ISBN 3-85420-527-9
€ 31,00-

DOSSIER 15 Gerhard Rühm
Herausgegeben von Kurt Bartsch und Stefan Schwar

mit Beiträgen von:
Franz Schuh: Das Material der Sprache (Gespräch)
Stefan Schwar: "Hören und hörbar machen". Einige Bemerkungen zu Bedeutung und Funktion der Musik bei G. R.
Michael Lentz: Lautpoesie der Reduktion. Wechselseitige Bedingtheiten von Stimme und Schrift in G. R.s "auditiver Poesie"
Karl Riha: Buchstabenbausteine und Wortarchitekturen etc. G. R. "visuelle Poesie"
Wendelin Schmidt-Dengler: G. R. und die Wiener Komödie
Klaus Ramm: Horchkomödie und Melodram im Radio. Zu Sie werden mir zum Rätsel, mein Vater von Konrad Bayer und G. R. und Wintermärchen von G. R.
Melitta Becker: G. R. und der Mythos der Wiener Gruppe
Melitta Becker: Vita G. R. "Professor für Grenzüberschreitungen"
Melitta Becker: Bibliographie G. R.

Bestellung Erstausgabe 1999
300 Seiten
ISBN 3-85420-529-9
€ 31,00-

DOSSIER extra Gunter Falk
Herausgegeben von Daniela Bartens und Klaus Kastberger
Mit 2 CDs aus Die dunkle Seite des Würfels »Texte und Jazz« mit Gunter Falk und den Neighbours

mit Beiträgen von:
Alfred Kolleritsch:Rückweg
Günter Eichberger:DENK-MALE oder kommen und gehen. Anekdoten über / Texte von / Kommentare zu Gunter Falk
Gerhard Fuchs: »schweinsbrust mit leberfülle warf ihm hundert rindsrouladen zu.« Intertextualität bei Gunter Falk
Thomas Eder: Experimente wider das Experimentelle. Gunter Falks und Reinhard Priessnitz' Verhältnis zu Theorie und Dichtung
Gunter Falk: CONCRETE POESIE für anfänger (auswahl nebst anleitung)
Daniela Bartens:»Überraschungen sind eingeschlossen.« Spielbegriff und Literaturauffassung des Grazer Autors Gunter Falk
Ferdinand Schmatz: Doppelbindung, aufgemacht. Poetische Anmerkungen zu Gregory Bateson und Gunter Falk
Michael Hammerschmid: Das Skelett, das Paradox und die Einbildungskraft. Eine Lektüre von Gunter Falks liebesgedicht
Manfred Mixner: Das Leben fühlen. Mitteilungen betreffend Gunter Falks Haikus
Heinz Steinert: Gunter Falks theatralische Sendung
Wilhelm Hengstler: Bad Science und Happy Attitude
Christian Fleck: Über das rasche Veralten soziologischer Texte. Diesmal keine Paraphrasen zum Werk Gunter Falks
Dieter Glawischnig: Anmerkungen zu Texte undJazz mit Gunter Falk und den Neighbours
Wolfgang Bauer: Thema, Improvisation, Koordination. Gunter Falks Musikalität
Gunter Falk: Drei Gedichte
Daniela Bartens, Gerhard Fuchs: Bibliographie F. M.s

Bestellung Erstausgabe 2000
mit 2 CDs
284 Seiten
ISBN 3-85420-544-9
€ 44,00-

DOSSIER 16 Werner Schwab
Herausgegeben von Gerhard Fuchs und Paul Pechmann

mit Beiträgen von:
Thomas Trenkler:»Irgendwie so ein komischer Geniebetrieb«. (Gespräch mit W. S.)
Jutta Landa:Schwabrede = Redekörper
Harald Miesbacher: Vorm Sprachproblemstellungskommando. Zu Werner Schwabs »Sprachtheorie«
Stefan Schwar: »Erzählfetzen chronologisch«. Notizen zu den frühen Prosaarbeiten Werner Schwabs
Herbert Herzmann: Volkstücksvernichtung oder mein Körper ist sinnlos. Anmerkungen zu den Fäkaliendramen von Werner Schwab
Günther A. Höfler:Des Pudels Schwanz — »DER Arsch DAS Chaos und DIE Theorie«. Zum Faust-Stück
Ulf Peter Hallberg: Die Welt als Winterwüste
Richard Stradner: Punk::Schwab:Artaud oder Fick zurück was dich zufickt (die Sprache)
Franz Niegelhell: Die Anatomie des Verdeckens. Zu Werner Schwabs bildkünstlerischen Arbeiten
Thomas Trenkler: Ich bin der Dreck und das Gute. Chronologie eines österreichischen Schicksals
Ingeborg Orthofer: biographie
Lizzi Kramberger, Paul Pechmann: Bibliographie Werner Schwab

Bestellung Erstausgabe 2000
372 Seiten
ISBN 3-85420-552-X
€ 31,00-

DOSSIER 17 Michael Köhlmeier
Herausgegeben von Günther A. Höfler und Robert Vellusig
mit Beiträgen von:
Ernst Grohotolsky:»Literatur ist eine Bestätigung des Glaubens an die Vielfältigkeit des Menschen«. (Gespräch mit M. K.)
Robert Vellusig:Der Erzähler. Betrachtungen zum Werk Michael Köhlmeiers
Günther A. Höfler: Musterschüler und Helden. Zur antropologischen Erzählpoetik Michael Köhlmeiers
Wendelin Schmidt-Dengler: Sonnenflecken. Homerisches und Gelächter in Michael Köhlmeiers Roman Telemach
Sigurd Paul Scheichl: Michael Köhlmeier als Neu-Erzähler
Kurt Bartsch:Der Erzähler als Hörspielautor: Michael Köhlmeiers literarische Funkarbeiten
Hans H. Hiebel: Einfallspinsel Michael Köhlmeier. Vom Unfisch zum Peverl Toni: Erzählen, Erdichten, Phantasieren, Fabulieren
Ulrike Längle: Narrare necessere est. Leben als Erzählen, Erzählen als Überleben (Vita)
Michael Köhlmeier: Bio-bibliographischer Fragebogen für das Franz-Michael-Felder-Archiv (1985)
Robert Vellusig: Bibliographie Michael Köhlmeier

Bestellung Erstausgabe 2001
366 Seiten
ISBN 3-85420-573-2
€ 31,00-

DOSSIER 18 Elfriede Gerstl
Herausgegeben von Konstanze Fliedl und Christa Gürtler
mit Beiträgen von:
Wendelin Schmidt-Dengler:Stürme im Wassertropfen
Siegfried J. Schmidt:Enge Spielräume? Diskursivität und Ästhetik in Elfriede Gerstls Spielräume
Herbert J. Wimmer: WIEN - WEST-BERLIN - WIEN. zu ambiente und kontext/intertext von Spielräume
Thomas Eder: »alle menschen sollten gute freundinnen sein.« Verbindendes und Trennendes im Werk von Elfriede Gerstl, Oswald Wiener und Konrad Bayer
Daniela Strigl: Minimalismus als Anspruch. Kulinarisches in Elfriede Gerstls Gedichten
Gisela Steinlechner:Schweben mit Bodenhaftung. Elfriede Gerstls Reisegedichte
Sigrid Schmid-Bortenschlager: »wer ich schon alles gewesen bin«. Altern als Be- und Entlastung
Elfriede Jelinek: Ein- und Aussperrung

Der Text von Franz Schuh (im Kapitel Vor- und Nachworte, S. 94–99) wurde dem Band: Elfriede Gerstl, Kleiderflug (Wien: Edition Splitter 1995), mit freundlicher Genehmigung des Verlages entnommen.

Bestellung Erstausgabe 2002
298 Seiten
ISBN 3-85420-601-1
€ 31,00-

DOSSIER 19 Michael Scharang
Herausgegeben von Gerhard Fuchs und Paul Pechmann
mit Beiträgen von:
Hans Haider:im Gespräch mit Michael Scharang
Peter Bekes:Sprachkritik als Gesellschaftskritik. Die frühen Texte von Michael Scharang
Kurt Bartsch: Der Hörspielautor Michael Scharang
Geoffrey C. Howes: Arbeit und Freiheit im erzählerischen Wer Michael Scharangs
Gerhard Scheit: Der Antiessayist? Über die Essays von Michael Scharang
Bert Rebhandl:Das verdoppelte Leben. Michael Scharangs Arbeiten für das Fernsehen
Walter Grünzweig: Was kommt nach der (Post-)Moderne? Amerika, Globalisierung und das World Trade Center
Erwin Riess: Wenn die Welt den Anker lichtet. oder Reisen mit Michael Scharang
Harald Miesbacher: Vita Michael Scharang
Daniela Bartens, Gerhard Fuchs, Paul Pechmann: Bibliographie Michael Scharang

Bestellung Erstausgabe 2002
340 Seiten
ISBN 3-85420-612-7
€ 31,00-

DOSSIER 20 Leopold von Sacher-Masoch
Herausgegeben von Ingrid Spörk und Alexandra Strohmaier
mit Beiträgen von:
Hartmut Böhme:Bildung, Fetischismus und Vertraglichkeit in Leopold von Sacher-Masochs Venus im Pelz
Ingrid Spörk:»Ich sehne mich so sehr danach, von Ihnen getreten zu werden«. Zu einigen Stereotypen in Leopold von Sacher-Masochs Leben und Werk
Holger Rudloff: Zum Einfluß von Leopold von Sacher-Masochs Roman Venus im Pelz auf Heinrich Manns frühe Romane In einer Familie und Zwischen den Rassen
Alexandra Strohmaier: Auto(r)genesis. Zur Konstitution des masochistischen Subjekts im narrativen Akt
Peter Deutschmann: Die Wahrheit der Gewißheit des Masochisten. Sacher-Masoch mit Hegel und Lacan
John K. Noyes:Vernunft, Leidenschaft und der Liberalismus des neunzehnten Jahrhunderts in Sacher-Masochs Venus im Pelz
Werner Michler: Venus im Pelz und der »Kampf um's Dasein«
Maria Klanska: Das Bild der jüdischen Gemeinschaft in Galizien beziehungsweise Polen im Schaffen Sacher-Masochs
Larissa Polubojarinova: Sacher-Masoch und die Slawen
Pascal Quignard: Die Sprache der Ebene
Michael Farin: Die Herrin als ›Knecht‹. Kurzer Abriß eines Lebens
Lisbeth Exner: »Szenen meines Lebens«. Sacher-Masochs autobiographische Schriften
Michael Farin: Sacher-Masoch-Bibliographie 1856-2003

Bestellung Erstausgabe 2003
376 Seiten
ISBN 3-85420-630-5
€ 31,00-

DOSSIER extra Werner Schwab
von Harald Miesbacher
Die literarische Karriere des Grazer Dramatikers Werner Schwab vollzog sich zu Beginn der 90er Jahre in rasendem Tempo. Zwischen 1990-1994 stieg Schwab, der seine Stücke gleichsam wie am laufenden Band produzierte, zum meistgespielten Bühnenautor im deutschsprachigen Raum auf. Als er in der Silvesternacht 1993, knapp ein Monat vor Erreichen seines 36. Lebensjahres, starb, umfaßte sein Dramenwerk mehr als ein Dutzend Stücke.

Schwab erzielte allein schon mit seiner Selbststilisierung als mitunter brachial auftretender Pop- oder Punkpoet Wirkung, den Ausschlag für seine imposante Karriere gab aber unbestritten die Radikalität seiner Stücke, und hierbei war es vor allem Schwabs besondere Sprachform, die irritierte, faszinierte und nicht zuletzt polarisierte.

Die eingehende Analyse des Schwabischen, wie das originäre Sprachidiom des Radikaldramatikers genannt wird, steht denn auch im Mittelpunkt der Studie »Die Anatomie des Schwabischen«, die sich als Versuch versteht, eine Art Katalog der grammatikalischen, syntaktischen, morphologischen Auffälligkeiten, auch der lexikalischen Besonderheiten der Lingua Schwab zu erstellen. An den unzähligen sprachlichen Kuriositäten und Irregularitäten wird nachgewiesen, daß sich dahinter durchaus ein konsistentes poetisches Programm verbirgt: Sprache wird von Schwab zwar bloß als »schrottiges Material« verstanden, das in einem Dekonstruktions- sowie Rekonstruktionsprozeß allerdings nochmals produktiv gemacht wird.

In weiteren Kapiteln wird eine Zusammenschau der Schwab-Rezeption im Kultur- und Feuilletonteil deutschsprachiger Zeitungen und Zeitschriften geboten sowie der momentane Stand der fachgermanistischen Schwabforschung skizziert.

Bestellung Erstausgabe 2003
270 Seiten
ISBN 3-85420-629-1
€ 31,00-

DOSSIER 21 Peter Henisch
Herausgegeben von Walter Grünzweig und Gerhard Fuchs
mit Beiträgen von:
Michael Cerhaim Gespräch mit Peter Henisch
Thomas Rothschild:Inventaraufnahme. Peter Henisch als Chronist der 68er Generation
Wendelin Schmidt-Dengler: Aus Vagabunden werden Moribunde. Antiposse, Novelle, Erzählung und Hörspiel
Anne Close Ulmer: Aussenseiter in den Werken von Peter Henisch
Cornelius Hell: Henisch, Hiob, Heine. Beobachtungen zu Poesie, Religion und Ironie bei Peter Henisch
Markus Kreuzwieser:Von den Wundern der Tonkunst. Zur Rolle der Musik bei Peter Henisch
William Francis Quirk: Der Roman als Séance. Literatur, Darstellung und Schriftlichkeit in Peter Henischs Vom Wunsch, Indianer zu werden
Christoph Parry: Zwischen Haut und Heimat. Zur Identitätskonstruktion in Peter Henischs Roman Schwarzer Peter
Walter Grünzweig: Peter Henisch – eine biographische Skizze
Bianca Roters: Bibliographie Peter Henisch

Bestellung Erstausgabe 2003
314 Seiten
ISBN 3-85420-640-2
€ 31,00-

DOSSIER 22 Robert Menasse
Herausgegeben von Kurt Bartsch und Verena Holler
mit Beiträgen von:
Ernst Grohotolskyim Gespräch mit Robert Menasse
Verena Holler:Zwischen Avantgarde und Realismus. Anmerkungen zur Trilogie der Entgeisterung
Gabriele Stumpp: Zu einigen Aspekten jüdischer Tradition in Robert Menasses Vertreibung aus der Hölle
Lothar Köhn: Parodie und zerrissene Identität. Rettung der Geschichtsphilosophie in Menasses Romanen
Joachim Hagner: Sein letztes Wort zu Hegel und den Marxisten unter seinen Verehrern: Robert Menasses »Geschichte des verschwindenden Wissens«
Günther A. Höfler:Der elegische Geist. Zu Menasses proteischen Essays
Robert Schindel: Im Zeitloch. Laudatio für Robert Menasse zum Erich-Fried-Preis 2003
Dieter Stolz: »Wo ist der Ball?« Ein Spielbericht (Biographie)
Verena Holler: Bibliographie Robert Menasse

Bestellung Erstausgabe 2004
304 Seiten
ISBN 3-85420-674-7
€ 31,00-

DOSSIER 23 Andreas Okopenko
Herausgegeben von Konstanze Fliedl und Christa Gürtler
mit Beiträgen von:
Gespräche:mit Konstanze Fliedl und Christa Gürtler
   mit Michael Cerha
Heidi Pataki:Andreas Okopenko
Gerhard Amanshauser: Literaten über Literaten. ›Okopenko auf Entdeckung‹
Ernst Jandl: Hinein in das Dunkle
Friederike Mayröcker: Unverwehbar steht er im Torlicht
Otto Breicha:Ein Protokollant der eigenen Widerstände
Adolf Haslinger: Immer für Überraschungen gut
Konstanze Fliedl: Laudatio für Andreas Okopenko
Klaus Nüchtern: Der Traum-Mann
Wendelin Schmidt-Dengler: Orte der Einsamkeit
Daniela Strigl: Einige Seelenverwandschaften. Okopenko als ›Praktiker der Lyrikergriffenheit‹
Herbert J. Wimmer: Demokrat der Sensibilität. Adreas Okopenko: Grüner November - gelesen 2004
Franz Johann Seidl: Über Andreas Okopenko
Klaus Kastberger: Wie wurde der Kindernazi? Anmerkungen zur Entstehungsgeschichte von Andreas Okopenkos Roman
Daniela Strigl: Meister einer Zwischenkunst. 7 Thesen zum Theaterautor Andreas Okopenko
Elfriede Gerstl: Verspätetes Tagebuch
Theresia Klugsberger: Bibliographie Andreas Okopenko

Bestellung Erstausgabe 2004
264 Seiten
ISBN 3-85420-673-9
€ 31,00-

DOSSIER 24 Veza Canetti
Herausgegeben von Ingrid Spörk und Alexandra Strohmaier
mit Beiträgen von:
Brigitte Spreitzer:Veza Canettis Roman Die gelbe Straße im Kontext der literarischen Moderne
Dagmar Lorenz: Veza Canettis Roman Die Schildkröten als Beitrag zur Kritik des anthropozentrischen Weltbildes im Nationalsozialismus
Eva Meidl: Veza Canettis Manifest: Die Kurzgeschichte Geld Geld Geld
Lisa Silverman: Jenseits der Bildung: Veza Canetti als jüdische Schriftstellerin in Wien
Ingrid Spörk:»Ich sammelte Ketten. Ich bekam Ketten. Sie sind mir geblieben…«. Zu Liebe und Ehe im Werk Veza Canettis.
Alexandra Strohmaier: Groteske Physiognomien. Zum semiotischen Konzept des Körpers in den Texten Veza Canettis
Angelika Schedel: »Buch ist von mir keins erschienen…« Veza Canetti verliert ihr Werk und hilft einem Dichter überleben.
H. G. Adler: Brief an Veza Canetti vom 5. 6. 1950
Nicole Scheiber: Bibliographie Veza Canetti

Bestellung Erstausgabe 2005
232 Seiten
ISBN 3-85420-685-2
€ 31,00-

DOSSIER 25 Elias Canetti
Herausgegeben von Kurt Bartsch und Gerhard Melzer
mit Beiträgen von:
Gespräch mit Elias Canetti:Alfred Holzinger
Stefan H. Kaszynski:Reservoire der mythischen Wortkunst. Zur Identität der aphoristischen Aufzeichnungen von Elias Canetti
Irmgard Wirtz: »Es kommt alles darauf an, mit wem man sich verwechselt.« Canettis Poetik der paradoxen Identität
Sven Hanuschek: Hochzeit, Magd und roter Kater. Kleiner Kommentar zu einem Sudelblatt Elias Canettis
Evelyn Deutsch-Schreiner: Theater im Kopf. Zur Diskrepanz von Dramentheorie und Theaterpraxis bei Elias Canetti
Bernhard Fetz:Dialektik der Ethnographie: Die Stimmen von Marrakesch
Penka Angelova: Topoi der Heimat in den Autobiographien von Elias Canetti
Manfred Durzak: Deformation der Erinnerung? Zu Elias Canettis Aufzeichnungen in Party im Blitz
Kristie Foell: Elias Canetti, der unfreiwillige Jude
Sven Hanuschek: Chronik Elias Canetti
Nicole Scheiber: Bibliographie Elias Canetti

Bestellung Erstausgabe 2005
353 Seiten
ISBN 3-85420-673-9
€ 31,00-

In Vorbereitung:

Norbert Gstrein (März 2006)

Die Reihe DOSSIER entsteht in Kooperation mit dem Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Karl-Franzens-Universität Graz.

   

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Stand vom 6. 4. 2005