AUTORENPORTRAIT
LITERATURVERLAG DROSCHL



FRANZ JOSEF CZERNIN

»Konsequent – nicht ohne Sturheit – betreibt Franz Josef Czernin die schöne Kunst der Poesie als strenge Wissenschaft. … Czernin lässt die Sprache ›feiern‹, indem er sie etwas anderes – und viel mehr – sagen lässt, als was sie gemeinhin bedeutet.« (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG)

»Hier spricht ein Dichter, der eine eigene poetische und poetologische Welt so sehr in sich entwickelt, daß sie etliche literarische Zeitalter hervorbringt.« (DIE PRESSE)

Franz Josef Czernin, geboren 1952 in Wien, studierte von 1971-73 in den USA, veröffentlicht seit 1978.
Werke, zuletzt: Das Stück. Ein Theater (1991), Sechs tote Dichter. Aufsätze zur Literatur (1992), Die Aphorismen. Eine Einführung in die Mechanik (8 Bände, 1992), Gedichte. Aus: die kunst des dichtens (Droschl 1992), die kunst des sonetts (Droschl, 2 Bände 1993), Marcel Reich-Ranicki. Eine Kritik (1995), Natur-Gedichte (1996), Die Schreibhand. Zu Reinhard Priessnitz' Gedicht »heldin« (1997), Anna und Franz. Sechzehn Arabesken (1998), Voraussetzungen. Vier Dialoge (2002).


Voraussetzungen
Vier Dialoge

ESSAY 49, 2002, 112 Seiten, ISBN 3-85420-614-3, € 12,00-

»Wer sich abseits von greller Polemik über die ästhetischen Bedingungen engagierter Kunst klarwerden möchte, wird in Czernins dialogischen Abwägungen verläßliche Kriterien finden. Denn der metaphysische Sprachartist Czernin verfügt über Urteil, Gewissen und Takt.« (Thomas Poiss, FAZ)

Wenige von denen, die heute über Literatur sprechen, nehmen die Literatur so ernst und das Sprechen darüber so genau wie Czernin. In den Argumentationsfäden und Streitgesprächen des Bandes läßt er uns gewissermaßen dem Denken selbst zusehen.
Eine notwendige Gegenmaßnahme gegen das beliebige Plaudern über Bücher und Texte.

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Dichtung als Erkenntnis
Zur Poesie und Poetik Paul Wührs

ESSAY 37, 1999, 90 Seiten, ISBN 3-85420-509-0, € 11,50-

Was Franz Josef Czernin seit jeher an Dichtung bzw. an Kunst allgemein interessierte, ist eine Frage, die in der modernen Unterhaltungswelt der Literatur immer unpopulärer wird: die Verbindung von Ästhetik und Erkenntnis. Das Niveau, auf dem Czernin über Gedichte reflektiert, und die detailgenaue Aufmerksamkeit, die er dem konkreten Text widmet, um von ihm aus erst zu einer möglichen Poetik zu gelangen, ist im zeitgenössischen Sprechen über Lyrik (sofern es denn eines gibt) äußerst selten.
Zwar spricht Czernin über einige späte Gedichte von Paul Wühr; aber gleichzeitig ist immer auch das eigene Werk mitgemeint, gelten seine Fragen jeder Art von Dichtung, die Ansprüche an sich stellt und ihre Sache ernst nimmt, einer Dichtung, die das schwierige Verhältnis von philosophisch-theoretischer einerseits zu poetischer Erkenntnis andererseits mitreflektiert.

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die kunst des sonetts

die kunst des sonetts, 1. Band. 1982, 204 Seiten, ISBN 3-85420-249-0, € 12,50-
die kunst des sonetts, 2. Band. 1993, 116 Seiten, ISBN 3-85420-348-9, € 11,50-
die kunst des sonetts, Band 1 + 2 in Schuber. 1993, € 23,00-

Diesem Projekt liegt eine erweiterte Form des Sonettenkranzes als Organisationsprinzip zugrunde; bestimmte Begriffsfelder werden in einzelnen Sonetten und Sonettenkränzen auf verschiedene Weise miteinander verknüpft und voneinander getrennt. Czernin schreibt, er will »eine Ahnung davon geben, auf welche Weisen welche Worte und welche ihrer Kombinationen überhaupt dazu gebraucht werden können, um das zu verwirklichen, was mir vorschwebt, wenn ich versuche, mir das Zeitliche oder Zeitlose meines Erlebens deutlich zu machen.«

Bestellung 1. Band Bestellung 2. Band Bestellung Band 1 + 2


Gedichte

1992, 155 Seiten, ISBN 3-85420-304-7, € 14,00-

»Franz Josef Czernins Gedichte mit dem Untertitel Fragmente aus der Kunst des Dichtens sind außerordentlich bedeutend. Dieses Werk kann als Synthese verschiedener literarischer Traditionen und Zeitalter verstanden werden.« (DIE ZEIT).

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Das Stück - ein Theater

1991, 136 Seiten, ISBN 3-85420-250-4, € 14,00-

»In Czernins Stück verkehren sich Frage und Antwort, Gruß und Verabschiedung, wird der Mantel wie eine Hose angezogen und der Hammer gegen die Stirn geklopft.« (Christian Steinbacher).

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Ossa und Pelion. Gedichte

1981, 48 Seiten, ISBN 3-85420-247-4, € 7,50-

»Czernins Text bleibt auf der Ebene der Zeichen, der Konventionalität von Einheiten. Doch die Art, wie er von ihnen Gebrauch macht, ist unkonventionell im strengen Sinn des Wortes.« (Walter Ruprechter).

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Die Reise. In achzig flachen Hunden in die ganze tiefe Grube

mit Ferdinand Schmatz.

1987, 120 Seiten, ISBN 3-85420-251-2, € 12,50-

Mit der Publikation dieser von einem namhaften Verlag so gelobten Gedichte lüfteten die Autoren gleichzeitig daß Geheimnis, daß es sich um einen Scherz handelt, um einen Streich, »nicht einem einzelnen Verleger gespielt, sondern dem ganzen literarischen System, den geltenden Kriterien der kritischen Bewertung, die mit pomphaftem Dünkel angewendet werden und sich oft als bedenklich und verworren erweisen.« (Claudio Magris, CORRIERE DELLA SERA).

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Stand vom 6. 5. 2003