Frühjahr 2018

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Thomas Stangl
Fremde Verwandtschaften
Roman

Februar 2018

»Man weiß nicht alles von sich selbst, gerade das Wichtigste weiß man nicht.« Diese Erkenntnis dringt dem Wiener Architekten während einer Reise nach Westafrika immer stärker ins Bewusstsein. In flirrender Hitze und schlaflosen Nächten öffnen sich dem Mittvierziger ungeahnte Denkräume. Je größer das Hinterfragen seiner selbst, desto poröser werden die Säulen seines Lebens und seiner Vergangenheit. – Parallel dazu sucht ein namenloses Ich verborgene Erinnerungsräume auf, um seiner Selbstwerdung auf die Spur zu kommen. Thomas Stangl erschafft einmal mehr ein sprachliches Kunstwerk, eine groß angelegte Reflexion über das Sein.

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Andrea Scrima
Wie viele Tage

Roman
Aus dem Amerikanischen von Barbara Jung

Februar 2018

Ein Debüt von der Klasse und Intensität eines Spätwerks! Andrea Scrimas erster Roman ist eine stille Meditation über ein Leben in New York und Berlin der 1980er- und 1990er-Jahre: über das Loslassen und Ankommen. Wie viele Tage formt das Porträt einer Künstlerin als junge Frau, in dem Erinnerungsanker ausgeworfen und wieder eingezogen werden. Alltägliche Momentaufnahmen, Gegenstände und Ereignisse zieht die Erzählerin aus dem tiefen Ozean der Vergangenheit und bildet mit ihnen das eigene Leben nach – kontemplativ und sehr poetisch.

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Susanne Gregor
Unter Wasser
Erzählungen

Februar 2018

Susannes Gregors Erzählungen kommen mitten aus dem Leben. Sie kreisen um zwischenmenschliche Beziehungen und Spannungen, Partnerschaften und Verluste, das Lieben und das Sterben. Es knistert, es brodelt, es reibt und es zerbrechen Welten: im Kleinen wie im Großen. Ist die Schuldfrage leicht zu beantworten? Die Grenzen verschwimmen, denn ebenso verletzlich wie die Ich-Erzählerinnen sind, so sehr verletzen sie ihr Gegenüber. Das macht die Texte zu einem Vexierbild und besonders reizvoll. Die Erzählungen changieren zwischen Stille und Kälte, Ausbrüchen und Ausflüchten, Sorgen und Hoffnungen.

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Antonio Fian
Mach es wie die Eieruhr

Februar 2018

»Ihr Lettern, / auf, mir nach« – diese beiden Gedichtzeilen sind eine Einladung und Aufforderung zugleich. Wir folgen gerne in die Welt von Antonio Fians lyrischem Schaffen. Freie Verse, Sonette, Limericks, Lieder und auch Bildgeschichten gestaltet Fian in seiner unnachahmlichen Art: witzig, spöttelnd, den Genüssen frönend. Nüchtern wie auch rauschig und schlüpfrig. Murmelnd und lallend. So viele Gewänder wie Kaiser Franz Joseph und seine Sisi aus den »Ischlericks« in ihrem Schrank zu Hofe haben, in so viele Gewänder sind diese Texte gekleidet. Eine wahre Wundertüte!

Neue Reihe: Vorlesungen zur Kunst des Schreibens
In Kooperation mit dem Literaturhaus Graz

Was ist Kritik, und in welche Rituale ist sie eingepasst? Welche Möglichkeiten von Wissensvermittlung bieten sich im Essay? Ist literarisches Schreiben Kunst oder Handwerk? Wer definiert die Maßstäbe? Es bedarf einer zeitgenössischen Formulierung.

Prominente Vertreterinnen und Vertreter einer aktuellen Kunst des Schreibens setzen sich im Rahmen der Grazer Vorlesungen mit Fragen aus dem Umfeld und der Praxis ihres Schreibens auseinander. Den Anfang macht:

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Daniela Strigl
Alles muss man selber machen
Biographie. Kritik. Essay

Februar 2018

Dass Dichter und Romanciers über ihr Schreiben und ihre Poetik Vorlesungen halten, gehört mittlerweile zum guten Ton. Dass Schreibende, die über das Leben und Schreiben anderer schreiben, endlich zu Wort kommen, wurde längst Zeit, denn zu sagen haben sie viel. Die renommierte Literaturkritikerin, Biographin und Essayistin Daniela Strigl widmet sich in ihren Poetikvorlesungen genau diesen drei Themengebieten. Ebenso fundiert wie eloquent gibt sie Einblicke in die Kunst und Praxis ihres Schreibens.

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