Buchcover
Laura Freudenthaler

Die Königin schweigt

Roman
2017
gebunden , 13 x 21 cm
208 Seiten
ISBN: 9783990590010
€ 20
als ebook erhältlich

AUTOREN

LESEPROBE

Fanny, die »Königin«, ist eine vom Schicksal immer wieder hart getroffene Frau, die ihren Lebensabend alleine verbringt und über alles Vergangene schweigt.

Auch das Tagebuch auf ihrem Nachtkästchen, ein Geschenk ihrer Enkelin, lässt Fanny unberührt liegen, statt es Seite für Seite mit den Tragödien des Erlebten zu füllen. Doch in Tagträumen und schlaflosen Nächten kann sie sich der Erinnerungen nicht erwehren, und so zieht ihr ganzes Leben in aufwühlenden Bildern an ihr vorbei: Wir begleiten Fanny durch alle Lebensphasen, beginnend mit der Kindheit auf dem elterlichen Hof in den 1930er-Jahren bis nahe an ihren Tod.

Verdichtet, klar und in ergreifenden Momentaufnahmen erzählen diese Erinnerungsfragmente, wie Fanny zu einer unnahbaren und stolzen Frau geworden ist. Es ist eine von großer Menschenkenntnis und hoher Sensibilität durchdrungene Figurenzeichnung, die das bemerkenswerte literarische Können einer jungen Autorin zeigt.

Laura Freudenthaler beeindruckt mit einem feinsinnigen Gespür für Stimmungen und Emotionen. Ihre sorgsam ausgewählte Sprache und Erzählweise schafft eine verblüffende Verbindung aus Wahrnehmung, Erinnerung und Wieder-Erleben.

Veranstaltungen

  • 18. Oktober 2018, 19:30
    Eferding, Bücherei Treffpunkt Buch und Spiel
  • 19. Oktober 2018, 19:00
    Hartkirchen, Bibliothek
  • 8. bis 10. November
    Greifswald, Internationales Begegnungszentrum der Universität

Presse

Als bester deutschsprachiger Debütroman beim Festival du premier Roman 2018 in Chambéry ausgezeichnet.

Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2018 – die Jury begründet die Vergabe:
»Ein stiller, konzentrierter Roman, der eine alte Frau, die sich gegen das Erinnern und das Erzählen sperrt, auf ihr von Verlusten bestimmtes Leben zurückblicken lässt. Freudenthaler zeichnet das eindringliche Porträt einer Generation, die ein scheinbar unspektakuläres Dasein führte, in dem sich aber tatsächlich die große Geschichte verbirgt.«

»Eine fabelhafte Autorin« (Heinz Sichrovsky, ORF III erLesen)

Freudenthaler beobachtet »unaufgeregt und präzise und dabei mit einer Dezenz, die ihre Protagonistin nicht ausstellt, aber die auch nichts verschweigt.« (Wiebke Porombka, DIE ZEIT)

»Der Roman ist aus vielen kürzeren Erzählzusammenhängen komponiert, die man als kunstvolle Studien über das, was rettet, verstehen kann. Es geht in ihnen um die kleinen Gesten und Worte, die einem aufhelfen und die im Grund genommen kühne Taten sind.« (Hans Höller, Der Standard)

»Eine schöne Melancholie, eine wunderbare Stimmung schwingt durch diese Geschichte. Laura Freudenthaler ist eine brillante Erzählerin, die mit ihrer direkten Einfachheit, mit ihrer bildhaften Sprache verzaubert. Ein Leuchten!« (Marina Büttner, literaturleuchtet)

»Feinsinnig verwebt Freudenthaler Vergangenheit und Gegenwart. Gekonnt spielt der Text auf ganz unterschiedlichen sprachlichen Ebenen.« (Karoline Thaler, ORF/ZIB)

»In Ein ganzes Leben hatte Robert Seethaler ein ganz ähnliches Sujet gewählt und damit großen Erfolg. Man würde dem Buch eine ebenso fulminante Aufnahme wünschen. Es ist genauso leise. Genauso präzise. Genauso gut.« (Wolfgang Huber-Lang, APA)

»Fanny, die Tochter vom Hof in der Senke, könnte die jüngere Schwester sein von Seethalers stoisch duldendem Held.« (Maria Frisé, FAZ)

»Das eindrucksvolle Psychogramm einer Frau, aber auch ein Familienroman, der auf subtile Weise davon erzählt, wie unverarbeitete Traumata von einer Generation auf die nächste übergehen.« (Christel Wester, DLR/Büchermarkt)

»Selten habe ich so ein beeindruckendes Romandebüt gelesen wie das von Laura Freudenthaler. Der Text entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen mag. Eine Empfehlung!« (Anna Jeller, Buchhandlung Jeller, Wien)

»Jedes Kapitel, jeder Absatz – ja, jedes Wort hinterlässt eine Druckstelle. Man nimmt Fanny immer mehr als das wahr, was sie ist: Eine Frau, die sich durch ihr Schweigen ihre Würde bewahren will.« (Erkan Osmanovic, Literaturhaus Wien)

»Wie sie vom Alter erzählt, wie sie die Balance hält zwischen den Banalitäten und Routinen des Alltags und den Katastrophen des Lebens, ist kunstvoll und sehr konzentriert. Freudenthaler zeigt, dass große Literatur nicht zwangsläufig aus großen Geschichten und außergewöhnlichen Ereigneissen erwächst. Wie etwas erzählt wird, ist oft wesentlicher als was.« (Veronika Schuchter, Furche Booklet)

»Die Autorin Laura Freudenthaler, eigentlich ein Stadtmensch, versetzt die Leserin mit großer Glaubwürdigkeit und enormer sprachlicher Feinfühligkeit in das Denken und Wertesystem ihrer Großmutter-Generation.« (Hanna Ronzheimer, Ö1/Ex Libris)

»Ein stilles Buch. Ein tiefes Buch. Eine besondere Geschichte. Wir werden in und mit diesem Buch reich beschenkt.« (Harald Retschitzegger, Zeitschrift für Palliativmedizin/Thieme)

»Ein Buch, das mit ungeheurer Kraft beweist, was Sprache kann; ganz still und stilvoll bezaubern! Unbedingt lesen.« (Gallus Frei-Tomic, Literaturblatt.ch)

»Das erwartet man nicht unbedingt von einer jungen Autorin: die Geschichte einer alten Frau, die auf ihr Leben zurückblickt, nicht erinnerungsselig, sondern widerstrebend, weil sie mit den Toten nichts zu tun haben will. Und erst recht erwartet man von einer jungen Autorin nicht, daß sie von diesem Leben auf eine Art erzählt, die man nicht anders als weise nennen kann.« (Daniela Strigl, O-Töne)

»Der erst 33 Jahre jungen Autorin ist ein bemerkenswertes Psychogramm einer Frau gelungen, aber auch ein Familienroman, in dem sich die Sprachlosigkeit wie ein roter Faden von einer Generation zur nächsten überträgt.« (Andrea Lieblang, WDR5)

»Ein tief emotionales, sehr komplexes Buch, das die Lebensgeschichte einer alten Dame erzählt … Kurze Abschnitte, die mit wenigen Worten enorme erzählerische Wucht entwickeln.« (Mareike Bannasch, Neue Osnabrücker Zeitung)

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