Werner Schwab

Werner Schwab
© Literaturverlag Droschl

Sagen Sie es ruhig noch peinlicher.

Werner Schwab

Werner Schwab, geboren 1958 in Graz, studierte von 1978 bis 1982 an der Akademie der bildenden Künste in Wien. In den 80ern arbeitete er sowohl an verwesenden Skulpturen aus Kadavern und Fleisch als auch an Erzählungen und ersten Theatertexten. Die 16 Stücke, die er zwischen 1990 und seinem Tod in der Silvesternacht 1993 schrieb, machten ihn zum begehrten Bühnenautor, zum Skandal und zum Idol, zum Erfinder eines seitdem vielkopierten, unverwechselbar eigenen Ausdrucks. Übersetzungen in zahlreiche Sprachen beweisen die genuine stilistische Kraft und den Rang seines Werks über jedes allfällige Sprachspiel hinaus.

Das hässliche Portrait der hässlichen Verhältnisse, das er zeichnete, ihre groteske Übersteigerung, die Erkenntnisfunken, die aus seiner parodistisch und zugleich qualvoll verdrehten Sprache sprühen, sind Argumente genug, sein Werk zu studieren – oder einfach zu lesen.

Veröffentlichungen in mehreren z. T. noch lieferbaren Einzelbänden seit 1991 (Fäkaliendramen). Ab Herbst 2007 erscheint die Gesamtausgabe der Werke Werner Schwabs. Editionsplan:
Band 1 Joe Mc Vie alias Josef Thierschädl. Roman (2007)
Band 2 Abfall, Bergland, Cäsar. Eine Menschensammlung (2008)
Band 3 Gesammelte Prosa I
Band 4 Gesammelte Prosa II
Band 5 Frühe Stücke und Lieder
Band 6 Fäkaliendramen (2013)
Band 7 Königskomödien (2010)
Band 8 Coverdramen (2009)
Band 9 Essays und Interviews (2016)
Band 10 Das bildnerische Werk
Band 11 Materialien zu Werner Schwab

»Schwab, das Genie, das Monster, das Ekel« (Die Zeit) war der Tenor der Reaktionen auf seine Provokationen, die in einer bis dahin unerhörten neuen Sprache – Schwabisch – mit der Kultur ins Gericht gehen und jede Sublimierungstünche wegwischen. Eine schmerzhaft verrenkte Sprache tobt in seinen Texten, manchmal parodistisch, manchmal expressiv, immer aber wahnsinnig (und) komisch. Zwar ist in dieser Sprache nichts unverrückbar und nichts heilig, aber etwas nimmt sie doch ernst: aufzuzeigen, dass »alles lächerlich ist, wenn man an das Leben denkt«.

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